Vorberitung auf ein 42 Km Hindernisslauf

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    • Vorberitung auf ein 42 Km Hindernisslauf

      Hi Leute ich habe da mal eine Frage an die Profis
      Ich habe mich jetzt entschlossen beim Mudmaster in Weeze bei einem Marathon mit zumachen da ich irgendwie das gefühl habe das ich das sonst nie mehr mache und weil da keine zeitnahme ist.
      Meine Frage ist jetzt wie bereitet man sich auf sowas vor. Freue mich jetzt schon auf eure Tipps da ich da gerne finishen möchte und wen es auf den Brustwarzen ist und der schlussläufer mich durchs Ziel schleppt.
      Danke schon mal im voraus :thumbsup:
    • danke für die Antwort ich habe tatsächlich fragen zu einem Marathon Training. Wie trainiert man dafür. Also ich habe im Januar mit dem Laufen angefangen und laufe 3 mal in der Woche wovon ich einmal in der Woche 12- 15 Km Bergtraining habe ansonsten laufe ich immer so 7 -10 km. Wobei immer noch Luft nach oben ist. Muss auch immer ein bisschen aufpassen wegen meinem Rücken habe da so 2 Metall Bandscheiben drin. Wobei ich sagen muss dass die Leute mit denen ich Sporadisch auch als mal mit Laufe immer sagen das ich eine gute Ausdauer hätte.
    • Naja..es gibt sehr spezifische Marathonpläne (einfach mal googeln), je nachdem, was Du für ein Ziel hast.

      Ich trainiere für einen Marathon angelehnt an so einen Plan.
      laufen.de/trainingsplaene/mara…JKur6C9wtQCFfIV0wodzAgKfQ sind ein paar nette dabei..

      Unglaublich wichtig sind die langen Läufe. Also 2 Stunden und drüber. Ein Marathon ist weit mehr als ein doppelter Halbmarathon. Der Körper muss lernen mit dem Laktat umzugehen. Dafür brauchst Du die Belastung. Wenn ich spezifisch trainiere:

      1 Intervalltraining pro Woche, unterschiedliche Intervalle, unterschiedliche Gesamtlänge
      1 Langer Lauf pro Woche, in dem ich 3 Stunden+ laufe oder so weit, dass ich bei 35 km ankomme, 4 Wochen vorm eigentlichen Marathon
      1 Lauf pro Woche gemütlich und einen so schnell es geht im zwei Wochen Rhythmus a 10-15 km.

      Eingebaute Krafttrainings sind für mich essentieller Bestandteil.

      Wie trainiert man für einen Marathon:

      Laufen, laufen und nochmal laufen.
    • WonneBeasT schrieb:



      Wie trainiert man für einen Marathon:

      Laufen, laufen und nochmal laufen.
      Absolutely :thumbsup:
      Intervall und Bergläufe sind gut für die Abwechslung. Für dich sind die langen Läufe essentiell, du wirst einige Stunden unterwegs sein. Taste dich langsam ran, normal sollte man sein Pensum nicht mehr als 10-15% pro Woche / langem Lauf erhöhen und beim 3. Mal wieder etwas runtergehen. Versuche aber unbedingt am Ende der Vorbereitung mindestens 3h am Stück laufen zu können.
      Auf jeden Fall viel Spaß und Erfolg schonmal :thumbup:
      Eat Pasta, run fasta. Iss Nutella, lauf schnella!
    • Nicht nur das Lauftraining hilft dabei, auf einen Marathon vorzubereiten, sondern auch diverse Kraftübungen (vor allem, wenn es ein Hindernis-Marathon ist) sind hilfreich. Bei Intervallläufen macht es beispielsweise Sinn, zwischen den Laufintervallen Burpees oder Liegestützen zu machen. Vielleicht gibt es auch einen Trimm-Dich-Pfad in der Nähe? Eine absolut empfehlenswerte Sache meiner Meinung nach.
    • PatrickLinker schrieb:

      Nicht nur das Lauftraining hilft dabei, auf einen Marathon vorzubereiten, sondern auch diverse Kraftübungen (vor allem, wenn es ein Hindernis-Marathon ist) sind hilfreich. Bei Intervallläufen macht es beispielsweise Sinn, zwischen den Laufintervallen Burpees oder Liegestützen zu machen. Vielleicht gibt es auch einen Trimm-Dich-Pfad in der Nähe? Eine absolut empfehlenswerte Sache meiner Meinung nach.
      Jo bei uns um die Ecke ist ein Trimm Dich Pfad den ich immer bei meinen Kürzeren Läufen missbrauche.
      Ach so nochmal vielen Dank für die Tipps von den Profis für mich Greenhorn :)
    • Bezüglich einer Marathonvorbereitung findest Du im Netz recht viel, daher einfach
      mal durstöbern und das passende für Dich heraussuchen. Trainingspläne sind gut und recht, müssen
      aber auch zu deinem Leben passen.

      Als Tipp kann ich Dir aber noch sagen, dass die körperkliche Fitness der eine Punkt ist und die mentale Fitness
      der andere.

      Ich bin letztes Jahr meinen ersten Marathon* gelaufen (ohne die nötige Vorbereitung oder Training >20km),
      bei dem ich am Ende um "Grenzerfahrungen" reicher wurde. Ich wollte es für mich einfach wissen, ob ich es schaffe!
      Als Zielzeit hatte ich 4h veranschlagt (HM<2h, 30k <3h war noch okay) aber dann hab ich mich von meinem Ziel
      km für km weiter verabschiedet . Am schluss war mir nur wichtig nicht zu kolabieren :)
      Was da einem aber in der Rübe so rum geht im Laufe des Rennens ist echt übel :)

      *Putraja Nacht Marathon - Malaysia, Start 20:00, 30°C und eine Luftfeuchte wie im Treibhaus.
    • Ralf.H schrieb:

      Aber wie will man sich darauf vorbereiten :(
      Indem man sich drauf vorbereitet, dass da was kommt :) Nein im Ernst, vorbereiten im klassischen Sinn kann man sich eigentlich nicht. Aber
      es schadet nicht, dass man dafür gewappnet ist, dass einem die Psyche hier so allerhand Steine in den Weg legen wird. Nach paar Stunden
      am Laufen kommen dir die unterschiedlichsten Gedanken in den Sinn. Und das immer und immer wieder..... Wie zum Beispiel:
      -Warum tu ich mir das an?
      -Komm ich hör jetzt einfach auf?
      -Wieso sieht der noch so frisch aus
      -ich glaub ich leg mich jetzt ne Stunde einfach hin
      -scheiß die Zeit an
      -Sterben hier und jetzt - es gibt keinen besseren Platz auf der Welt

      :)

      Aber je besser deine physische Vorbereitung ist, desto besser ist sowas auch psychisch zu meistern.
    • Abgesehen von "-Komm ich hör jetzt einfach auf?" habe ich jeden einzelnen Satz gefühlte 1.000.000 mal gehabt :thumbsup:

      Ich ergänze um:
      "Es sind nur 42 km"...
      "Es sind nur noch 41 km"
      "Eine Runde geschafft, "nur" noch zwei runden"
      "Die Hälfte ist geschafft, das schaffste"
      "Die fucking zweite Hälfte tut so krass viel mehr weh"
      "Fuck, der Mann mit dem großen Hammer wartet da hinten..und ich kann nicht ausweichen ;) "
      "Ich sterbe gleich. 10 km noch. Jeder Einzelne ist die Hölle"
      "Fuck, noch 2000 METER, alles tut weh"
      "Oh Zuschauer, da laufe ich doch noch mal 1000 Meter (obwohl ich die letzten 8 geganen bin)"
      "Scheiße, ich bin im Ziel. War es das Wert? JA verdammt! GEIL hier!"

      ;) ;) ;)
    • Was ich immer noch mit Laktat geschwängertem Hirn mache, ist die absolvierte Strecke in Prozenten zu
      errechnen.

      Achtung nicht anderstrum ;)

      Schon 10% geschafft; schon 25%; ein Drittel; geil die Hälfte!; schon zwei Drittel; nur noch ein Viertel (den Rest packe ich auch noch);
      Sau geil schon 90% - Vollgas!; die restlichen 10% ziehen sich aber arg in die Länge; Ziel in Sicht - Klamotten zurechtrücken, Lächeln aufsetzen und FERTIG!

      5 Minuten später.... beim nächsten mal mach ich glaub die doppelte Strecke lol
    • Interessantes Phänomen ...
      Ich = Kein Mathegenie fange auch immer an mir alles auszurechnen, wenn's anstrengend wird.
      So "Hey, du hast schon 1/8 der Strecke. ... 1/6 ... 1/4 ..." Total Sinnloser Countdown, aber irgendwie hilft das ungemein dem Kopf durchzuhalten. Einfach mal ein bisschen Mathe mache :D
      Gut zu wissen, dass das völlig normal ist.
      I'm sure it seemed like a good idea 4 months ago.
    • Hallo Ralf,
      hallo Leute,

      mir macht es etwas Sorgen, dass das Thema Marathon-OCR, Ultramarathon, Ultra-Trail etc. immer mehr als "selbstverständlich" angesehen wird. Es ist NICHT selbstverständlich und Leute die das ordentlich anpacken, trainieren darauf ganz anders als der "normale" OCR Läufer. Ich will damit nicht sagen, dass man es nicht machen soll, aber man sollte solche Distanzen gezielt in seine Raceplanung einbauen, denn das Training auf unterschiedliche Distanzen unterscheidet sich im Umfang und in den Schwerpunkten erheblich. Zumindest dann, wenn man es nachhaltig für seinen Körper betreiben möchte.
      Auch ich bin den München Marathon schon "unvorbereitet", also mit 3 wöchentlichen 10K-Einheiten als "Training" gelaufen. Aber es hat keinen Spaß gemacht und ich habe 4:30 Stunden gebraucht und mich schlecht gefühlt während dem Lauf. Nix mit "Runners High" etc. Schlimmer war jedoch, dass ich fast 6 Wochen Regeneration gebraucht habe bis meine Sehnen und Bänder wieder normal waren. Ganz ehrlich, so mach ich das NIE WIEDER!!!!

      Wir haben durch unser OCR Training alle einen guten Fitnessstand, aber es geht hier um eine echte und für den Körper extrem anstrengende Langdistanz!

      Ich kann euch nur sagen wie ich es machen möchte, ob ihr das so gut findet kann ich nicht sagen, aber mir ist die Nachhaltigkeit wichtig.

      2017: Training auf die Kurz- und Mitteldistanzen mit 4 Laufeinheiten wöchentlich, wobei eine immer länger als 15K ist. Mein Ziel ist, dass ich eine ordentliche Zeit auf die Distanzen bis 18 Kilometer hinbekomme und ab und zu (so als goodie) eine Beastdistanz laufen kann, ohne dass es mir große Probleme bereitet. Mein Ziel ist ganz klar schneller zu werden und meine Technik weiter zu entwickeln. Dazu gehört nicht nur die Technik an den Hindernissen (die sehr wichtig ist), sondern auch die Technik auf Trails, vor allem am Berg.

      2018: Rein theoretisch wäre es jetzt möglich, dass ich die Laufeinheiten verlängere, das Techniktraining etwas in den Hintergrund stelle und mich auf eine Langdistanz vorbereite. Das könnte man jetzt (sinnvoll) machen. Ich persönlich möchte 2018 jedoch weiter die Grundlagen verbessern. Dazu gehört die Härte am Berg (z.B. durch viele Trailläufe bis 30K), Intervalltraining, zielgerichtetes Krafttraining (z.B. Schultermuskulatur als Prävention vor Schulterproblemen, was im OCR ein Grundübel ist) etc. Meine Ergebnisse bei OCR Rennen bis zur Beast Distanz sollten nun besser werden, da mein Körper gezielt darauf vorbereitet wird.

      2019: Das ist das Jahr in dem ich mein Training umstelle und eine Vorbereitung auf eine Marthon- und Ultradistanz anpacke. Das heißt für mich aber nur drei oder vier Rennen (z.B: zwei coole Trailläufe und zwei OCR-Langdistanzen die ich immer schon mal laufen wollte) und evtl. die Teilnahme an einem internationalen Turnier (EM, WM).

      Nach dem Jahr 2019? Mal sehen was mir Spaß macht und was mein Körper sagt...... :)

      Fazit:
      Ich halte es für gefährlich nur einem Trend nachzuhetzen. Auch ich sehe, dass immer mehr Leute (auch Leute von denen ich weiß, dass sie ein schlechteres Fitnesslevel als ich haben) Marathon-OCR-Läufe und sogar Ultras finishen, während ich bei 30K-Läufen stehen geblieben bin. Aber trotzdem. Man muss nicht alles nachmachen sondern seinen Weg (nachhaltig) gehen!

      Sorry, ich wollte die Euphorie nicht bremsen. Nehmt es nur als Gedankenanstoß.
    • Absolute Zustimmung, auch wenn ich nicht glaube, dass du den übertriebenen OCR-Hype von einigen Leuten damit bremsen wirst. Letztendlich wollen wir alle doch uns selbst oder anderen etwas beweisen und immer höher, weiter, härter laufen. Die, die das zu schnell wollen, werden es auf der Strecke merken. Aber ich gehe davon aus, dass die meisten hier vernünftig auf ihre Läufe trainieren und sich realistisch einschätzen können. Den anderen sollte dein Beitrag eine gute Warnung sein ;)
      Eat Pasta, run fasta. Iss Nutella, lauf schnella!
    • Ups, da sind noch zwei Beiträge von Euch reingekommen, die ich übersehen habe.

      @muddy + @REone:

      Ich gebe Euch völlig Recht. Halbmarathon (oder Beast) Distanzen sind eigentlich gut machbar für die meisten von uns.

      Was trotzdem unterschätzt wird ist die Belastung eines Marathons, Ultra Beasts usw..

      Das erfordert in der Regel, damit es nicht all zu ungesund ist, JAHRELANGES Training. Es geht bei den Meisten hier ja nicht drum, "mal einen zu machen, um das im Leben mal gemacht zu haben"..einige hier laufen erst seit einem jahr regelmäßig..da kann man sich VIELLEICHT an einen Marathon wagen, WENN man vorher schon sportlich unterwegs war...ich allerdings rate aus gesundheitlichen Aspekten KLAR davon ab.

      Ich laufe seit rund 10 Jahren regelmäßig. Ich mache mindestens seit 20 Jahren mindestens 3 mal/Woche intensiven bis sehr intensiven Sport. Ich bin nach 3 von 4 Marathons krank. Fieber. Gut..ich gehe meistens danach (so dumm muss man halt sein) noch gut einen heben. Dennoch habe ich normalerweise das Immunsystem von einem Grizzly und bin eigentlich nie krank. Daran erkenne ich immer, wie krass die Belastung für den gesamten Körper ist. TROTZ Erfahrung und 2 Dekaden Trainings.

      Die Trainingspläne, die 12 oder mehr Wochen beinhalten, sind auf Läufer ausgelegt, die schon ein überdurchschnittliches Maß an Fitness haben! Die sind NICHT geeignet für Anfänger...

      Die Belastung für die Bänder und co. gehen ja vielleicht noch. Was aber ständig unterschätzt wird ist die Belastung für die Organe. Speziell HERZ und Nieren. Es gibt nicht umsonst den Spruch "Kein Marathon ohne einen Toten".

      Jeder, der sich einen Marathon (oder mehr) geben will, sollte sich einfach mal 10 Minuten Zeit nehmen und den letzten Satz mal ganz in Ruhe auf sich wirken lassen.

      Neben mir ist mal einer umgekippt..und nicht wieder aufgestanden..beim Braveheart vor ein paar Jahren musste einer fast 10-12 Minuten reanimiert werden. Warum? Verschleppte Erkältung (wohl ohne es zu merken, aber die Blutmarker gaben eindeutige Werte), überbelastung..zack..war er wech. Glücklicherweise konnte der gerettet werden und hat (da kann mand enken was man will) ein Jahr später wieder teilgenommen. Und da reden wir noch nicht von nem Marathon mit 100+ Hindernissen...

      Also: Gut drüber nachdenken, ob das klug ist was man macht..;)

      Ich bin übrigens auch so einer der Unbelehrbaren und höre manchmal nicht auf mein Körpergefühl und treibe ihn zu weit. Aber das muss am Ende des TAges jeder für sich selber entscheiden.

      LG
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