Bericht zur Runterra Water Edition F60

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  • Ein echtes Highlight in meiner Rennplanung steht dieses Wochenende mit" Runterra Water Edition F60" in der Lausitz an.
    Schmerzhafte und gleichzeitig schöne Erinnerungen verbinden mich mit meinem ersten Runterra, dem Hindernislauf in Winterberg. Eine extrem anspruchsvolle Strecke, viele Höhenmeter, Schnee und tolle Hindernisse sorgten dafür, dass mich jedes Mal Stolz überkommt, wenn ich mir die schöne Phönix-Medaille an meiner „wall of fame“ anschaue.

    Runterra bietet dieses Jahr drei Rennen an. Winterberg, F60 in der Lausitz und Zirndorf. Wer alle drei Rennen erfolgreich finished erhält den „Ring of Fire“, einer meiner wichtigen Saisonziele, dieses Jahr. Doch ich fürchte, dass ich davor viel „fire“ in meinen Oberschenkeln spüren werde, diese Erfahrung hat mich Winterberg gelehrt. ^^

    Meine Nacht war gemütlich, da ich bereits am Vorabend angereist bin und ich stehe mit offenem Mund auf dem F60 Besucherbergwerk in Lichterfeld vor einer riesigen Förderbrücke. F60 ist die Serienbezeichnung von fünf Förderbrücken im Lausitzer Braunkohletagebau. Diese gigantischen Stahlkonstruktionen dien(t)en dazu, den Abraum über dem Kohleflöß abzutransportieren. Aufgrund ihrer gigantischen Ausmaße (502m Länge, 80m Höhe und 240m Breite) erinnert mich die vor mir liegende Förderbrücke an eine Weltraumkonstruktion aus einem Science Fiction Film! Das Ding wiegt 11.000 TONNEN! Die vor mir liegende Abraumförderbrücke ist die fünfte, und die zuletzt Gebaute. Man kann diese besichtigen, was ich allen Lesern wärmstens empfehlen möchte!
    Das Gelände wird nicht nur als Museum genutzt, sondern auch für Musikfestivals und Sportveranstaltungen, und genau deshalb bin ich heute hier! Der Runterra „Wateredition“ findet an dieser wunderbaren, rauen und geschichtsträchtigen Location statt. Wow!


    Ich bin früh hier und das ist gut so. Ich treffe viele Freunde aus der OCR Szene und mit Chris Lemke haben wir eine tolle Unterhaltung. Chris, es ist mir immer wieder ein Vergnügen mit Dir Fachgespräche zu führen! Chris läuft heute die German Masters OCR Serie (2. Rennen) und ist als Erstes mit dem Start dran. Ich treffe Martina und bei einem Kaffe und vielen guten Geschichten vergeht die Zeit sehr schnell bis wir schließlich um 12:45 Uhr selbst im Startblock stehen und sehnsüchtig darauf warten, dass wir loslegen dürfen.

    Der Startschuss fällt und wir laufen los. Bereits die erstenMeter führen sanft nach oben, dann über zwei Betonblöcke in den Wald. Einkleiner Trail-Pfad, welcher von den Veranstaltern so ausgewählt wurde, dass manbereits am Anfang leichte Anstiege bewältigen muss. Es geht über Treppen,durch´s Unterholz und bald schon dürfen wir das erste Mal beim Barbed WireCrawl unter Stacheldraht hindurchrobben. Ich hätte gerne meine Rolltechnikprobiert, aber hier geht es bergauf!


    Wir laufen weitere zwei Kilometer und bald kommen wir, nachdem wir unterund durch zwei Züge geklettert sind wieder auf dem Eventgelände an, unser Wegführt uns durch einen Teich in dem zwei große Steine liegen die man leidernicht sieht. Mein Knie schlägt auf, aber es ist nur eine kleine Wunde, weitergeht´s. Wir klettern über eine Netzpyramide und dürfen uns an den Monkey Barsversuchen. Obwohl meine Hände noch nass sind und die Monkey Bars sandig sind, kannich mich halten und die Glocke leuten. Sehr gut, das ist mir immer wichtig,denn Monkey Bars trainiere ich regelmäßig!

    Wir verlassen das Eventgelände und laufen Richtung See. Aufdem Weg dorthin gibt es ein aus Holz bestehendes „Dorf“, in dem erst wenigeStunden vorher Gäste eines Musikfestivals gefeiert haben. Dieses Holzdorf wurdeperfekt in die Hindernisführung integriert. Ein Highlight ist für mich eineHalfpipe die nicht zu hoch ist, aber trotzdem genug Herausforderung bietet umsie zu erklimmen. Es klappt, obwohl ich mir meinen Allerwertesten beim Hinunterrutschen etwas anbrenne! ;)
    Ich krabbele unter einem Netz durch, durch einen Tunnel,wieder durch ein Netz und nochmal durch einen Tunnel und nun liegt der See vormir. Die Laufstrecke verläuft nun komplett im Sand und wir müssen die Dünenrauf und runterlaufen. Das ist anstrengend, aber es macht Spaß. Ich schnappemir einen Schwimmreifen, laufe eine Düne hoch und schon geht´s mit einemMordskaracho eine lange Rutsche hinunter, direkt in den See.


    Da wir schon malda sind, bleiben wir auch hier und stapfen durch den See, unter einerSchwimminsel hindurch immer weiter durchs Wasser. Wir schwimmen um eine Boje, wiederzurück, stapfen weitere, schier endlose Meter durch hüfthohes Wasser undbekommen jeder eine Luftmatratze mit der wir eine weitere Boje anschwimmen,umfahren und wieder zurückschwimmen. Das macht Spaß, vor allem da die Temperaturensehr angenehm sind. Ich sammele Anregungen für den nächsten Badetag am Baggersee wenn mir mal langweilig werden sollte.

    Jetzt warten einige Höhenmeter auf uns. Runterra hat Trassenangelegt in denen man erst hinauflaufen muss, dann wieder hinunter, hinauf,hinunter usw. Als Belohnung wartet jedoch nach der letzten Trasse eineVerpflegungsstation mit Wasser und Obst auf uns. Das tut gut. Langsam kommt derDurst….

    Jetzt wartet eine zerklüftete Mondlandschaft aus Sand aufuns mit vielen Kratern, unterschiedlicher Tiefe. Das wir alles auf Sand laufen,zehrt an der Kondition, aber ich finde es klasse! Naja, bis es zumSackhüpfen geht…. In den Kartoffelsäcken befinden sich bereits (gefühlt) zweiKilo Sand, dann kommt das eigene Gewicht noch hinzu. Noch nie ist mir einSackhüpfparcour so schwer gefallen. Ich hüpfe was das Zeug hält, aber noch mehrschwitze ich.

    So, nochmal unter dem Netz krabbeln, durch die Röhre, unter dem Netz unddurch die Röhre und wir laufen Richtung Eventgelände. Wow, jetzt erwarten unsHelme und Reifen. Bestückt mit Sicherheit und Gewicht betreten wir überzahllose Treppen die F60 Förderbrücke. Wir durchqueren nur einen relativkleinen Teil, aber wir bekommen eine gute Vorstellung über die Größe dieserAnlage. Wirklich beeindruckend! Nachdem wir die engen Stahlgänge rauf, runter,rauf und wieder runter gelaufen sind geben wir den Helm ab und joggen weiter.


    Nach einemkleinen Sprung über brennende Holzscheite ist die erste Runde geschafft.

    Weitere 10 Kilometer liegen vor mir. Auf manche Hindernissefreue ich mich, andere (z.B. das Sackhüpfen) liegen mir schwer auf dem Gemüt.Doch die zweite Runde geht sehr gut, viel besser als gedacht. Diesmal hat meine Ernährung gepasst undich habe nette Begleiter gefunden mit denen ich mich prächtig unterhalten kann.Wir tauschen Erfahrungen und Witze aus, so fliegen die Kilometer nur so dahin.Ins Wasser, den Sandberg hoch, wieder runter Sackhüpfen. Ihr glaubt es kaum,aber der zweite Durchgang Sackhüpfen ist nochmal härter als der Erste! Egal,geschafft!
    Bitte seht es mir nach, dass ich euch nicht alle Hindernisse haarklein beschreibe, aber ich bin schon 40 und da lässt die Erinnerung zu wünschen übrig ;)

    Ich hole Martina wieder ein, welche mir zwischenzeitlichenteilt ist und bald schon sind wir wieder im Stahlkoloss F60. Dort überholtuns Chris Lemke, welcher bereits in der Verfolgung kämpft. Ein Sprung über daszwischenzeitlich erloschene Feuer und ich empfange meine Medaille. Cool,diesmal bekommen wir die schöne Medaille mit einem weißen Band! Ich freu mich drüber.


    Ich gratuliere Chris zu seinem heutigen Sieg, gratuliereMartina zu ihrer Leistung (sie wurde Gesamtzweite bei den Damen) und bin happy,dass ich weitere 60 Hindernisse für meine „Aktion 1000 Hindernisse statt derCouch“ gesammelt habe. Die Dusche ist zwar kalt, aber bei diesem schönen Wettertrotzdem ein Genuß.

    FAZIT:
    Ich möchte mich von Herzen bei Jutta und Frank Mützer sowie dem Runterra Team bedanken! Ihr habt eine tolle Veranstaltung auf einem einmaligen Gelände gezaubert. Die Hindernisse hatten einen guten Mix aus Fun und Sport und die Volunteers waren gut vorbereitet und sehr nett. Ich habe mitvielen fleißigen Helfern gesprochen und konnte einen kleinen Eindruck gewinnenwie viel Mühe solch ein Hindernislauf für die Organisatoren bedeutet. Es hatsich aber gelohnt! Es war wirklich klasse, großes Kino!
    Danke auch an alle Volunteers, ohne euch kann solch eineVeranstaltung nicht stattfinden! beer

    So, jetzt fehlt noch ein Runterra-Finish bis zum Ring ofFire!

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