Farinato Race Sevilla

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  • Und wieder habe ich ein Wochende hinter mir das anIntensität kaum zu überbieten ist. Aber mal ganz von Vorne…..

    Eigentlich hätte ich die letzten Hindernisse (mir fehlennoch 29) für meine Aktion 1000 Hindernisse statt der Couch beim Getting Toughin Rudolstadt holen sollen. Doch Montezumas Rache wollte mich nicht von der Keramiklassen, so dass an eine Teilnahme beim GT nicht zu denken war. Mein Jahreszielwar in Gefahr, eine kurzfristige Alternative musste her, denn Aufgeben is nicht und Ziele müssen erfüllt werden.

    Es ist gar nicht soleicht, im Dezember noch OCR Rennen zu finden. In England wären zwei gewesen,die waren aber ausverkauft. In Frankreich gab es Eines, das war aber ein reinesTeamevent…. Ich sah mein Ziel schon den Bach runter schwimmen, als ich auf dieSeite des Farinato Race kam.


    Am 11.12. würde im spanischen Sevilla ein Farinato Race stattfinden, bei dem ich 23 Hindernisse überwinden müsse. Zusammen, mit dem noch am 31.12. geplanten Time2Run (12 Hindernisse) würde es doch noch reichen. Also Flug gesucht, Unterkunft gebucht und Rennen gebucht.

    Nun sitze ich im Flugzeug von München nach Barcelona, steige dort in die nächste Maschine Richtung Sevilla um und bald schon landen wir inSevilla. Per Direktflug würde der Flug ca. 3 Stunden dauern. So brauche ich knapp 5 Stunden.

    Die Stadt Sevilla ist die Hauptstadt von Andalusien und beheimatet ca.700.000 Einwohner. Aufgrund ihrer Lage (Südwesten des Landes) bietet Sevilla im Dezember sehr angenehme Temperaturen. Jetzt um ca. 13:00 Uhr haben wir 22 Grad und Sonnenschein.
    Angeblich soll die Stadt von dem griechischen Helden Herakles gegründet worden sein. Ich checke in mein Hotel (Ibis) ein und begebe mich gleich zu Fuß zu dem Gelände wo das Farinato Race stattfinden soll, ein Park etwas außerhalb von Sevilla. Ich hole meine Startunterlagen ab und kann die ersten Hindernisse bewundern. Ich bin von den Flying Monkeybars und den anspruchsvollen Hangelhindernissen beeindruckt.


    Nun habe ich meine Unterlagen und auf geht´s zum Sightseeing. Ich lege alle Strecken zu Fuß zurück, weil ich der Meinung bin, dass man so eine fremde Stadt am Besten kennen lernt. So komme ich am Samstag auf insgesamt 25 Kilometer Fußmarsch.

    Sevilla ist eine wunderbare Stadt. Ich habe mal gelesen, dass sie, zusammen mit Genua und Venedig die größte Altstadt Europas zu bieten hat. Egal wo man hinblickt, überall sind die Orangen reif und überall Geschichte. Ich bin begeistert, auch von den kulinarischen Angeboten. Ich genieße Tapas und bin überrascht von der Vielfalt der Angebote.


    Als ich dann spät Abends wieder im Hotel bin genieße ich es zu liegen. Den nächsten Morgen starte ich mit einem leichten Frühstück und schon geht´s los zum Rennen.
    Eigentlich bin ich Elite angemeldet, aber das ändere ich wieder denn es gibt eine knallharte Regel beim Farinato Race, welche ich erklärt bekomme. Wenn man ein Hindernis nicht schafft, dann wird man in der Elite disqualifiziert. Also nix mit „Bändchen abschneiden“ oder „Burpees“ oder so. Einfach Disqualifikation! So gut ich das eigentlich auch finde, für meine Ziele ist es zu risikoreich, da ich an die flying Monkeybars denke. Also melde ich mich auf die erste Startwelle der „Open“ um. Da darf ich (wenn ich ein Hindernis nicht schaffe) Burpees machen. Und die kann ich ;)

    Um 09:50 Uhr bin ich in meiner Startwelle dran und nach dem Startschuss laufen wir los. Geschickt hat der Veranstalter die etwa 1Meter hohen Parkmauern in die Strecke eingebaut, diese werden wir im Laufe desRennens (gefühlt) sicherlich 30 Mal überwinden müssen.
    Wir waten durch einen kleinen Fluß, überwinden die erste Eskaladierwand, laufen, wieder Fluß, Inverted Wall, die nächste Eskaladierwand, Robben unter Stacheldraht….läuft. Mir macht das Rennen richtig viel Spaß und ich versuche Druck zu machen. Bereits nach zwei Kilometern haben wir über zehn künstliche Hindernisse plus viele natürliche Hindernisse überwunden. Ich empfinde dies als sehr intensiv, aber mein Körper macht mit. Sandsack schleppen, ein andermal schleppen wir die Sandsäcke durch den Fluß, immer wieder Inverted Walls, Cargo Nets überwinden und und und.

    Einfach cool! Nach ca. 5 Kilometern kommen wir wieder auf das Veranstaltungsgelände und da warten die Kracher! Das Seil ist extrem hoch, aber kein wirkliches Problem. Die Monkeybarpyramide meistere ich ebenfalls und auch die Tubes gehen heute gut. Doch dann kommen die Flying Monkeybars die meiner Meinung nach sehr weit auseinander stehen. Dort scheitere ich und muss mir mit Burpees behelfen. Gut, dass ich „Open“ gestartet wäre, sonst wäre es an dieser Stelle vorbei.

    Ein Hindernis ist wirklich ungewöhnlich. Man muss erst ein Seil hochklettern, dann über den Holzbalken an dem das Seil hängt drüber und dann wieder am Seil herunter. Leider verletzen sich hier ein paar Leute. Über die Sinnhaftigkeit eines solchen Hindernis kann man streiten. Bei mir geht´szum Glück ganz gut….
    Nun kommen die Schlammgruben. Erst ca. 8 kleine Schlammgruben, alle mit einem Elektrodraht überspannt, damit man schön tiefdurch muss. Dann tiefe Schlammgruben mit hohen Uferböschungen. Dann eine Schrägwand, Sprung über das Feuer und ich bin im Ziel!


    Das hat richtig Spaß gemacht! Ich habe ein (für mich) flottes Tempo vorgelegt und bin zufrieden mit meiner Leistung.

    Schade, dass in Sevilla nur die 5 Kilometer-Streckeangeboten wurde. Normalerweise bietet der Veranstalter auch eine 13Km-Strecke an. Heute leider nicht.
    Den Rest des Tages bis zum Rückflug genieße ich in derwundervollen Altstadt bevor mich mein Flieger um 20:00 Uhr nach Hause fliegt. Tausend Eindrücke laufen in meinem Kopf, erneut werde ich Tage brauchen um alles zu verarbeiten. Living on the edge….einfach schön!

    Anmerkung: Ich konnte den 16. Platz gesamt (Open-Wertung) erzielen. farinatorace.com/upload_carreras/26_resultM_WEBGENERAL.pdf
    In meiner Altersklasse bin ich 3. geworden und habe damit die Quali für die WM geschafft!!!!

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